A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Von Apfel bis Zitrone

Sie wissen nicht, ob Ihr Abfallstoff kompostierbar ist? Na, dann machen Sie sich schlau in unserer Rohstoffliste von A bis Z. Beachten Sie aber, dass auf Gemeinschaftlichen Kompostplätzen grundsätzlich die Betreuungsteams bestimmen, was sie verarbeiten wollen und was nicht!

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

das sollten Sie Ihrem Kompost besser nicht zumuten
das ist nur unter bestimmten Bedingungen kompostierbar
mit diesen Sachen sollte es keine grossen Probleme geben

   
Apfel
  Äpfelschalen und –bütschgi eignen sich gut zum Kompostieren. Ganze Äpfel müssen jedoch immer zerkleinert werden, auch wenn sie schon angefault sind, da sie so schneller verrotten und keine faulen Stellen im Kompost bilden.

 
Asche
  Grundsätzlich ist Asche ein Naturstoff und daher kompostierbar, ist sie doch reich an Kalium und Spurenelementen. Doch Vorsicht: sie kann auch Schadstoffe enthalten. Daher darf nur Asche von unbehandeltem Holz kompostiert werden und diese auch nur in kleinen Mengen. Pro Woche sollten nicht mehr als ein- bis zweimal eine Handvoll Asche in den Kompostsammelbehälter gestreut werden (max. 2 bis 4 kg pro m3 Kompost). Grössere Mengen verlangsamen die Rotte, versalzen den Kompost und schädigen die Kompostlebewesen. Kohlenasche eignet sich aufgrund hoher Schadstoffgehalte nicht zum Kompostieren.

 
Azaleen
  Azaleen sind eigentlich keine Topfpflanzen, sondern Sträucher. Damit sie trotzdem in einen Blumentopf passen, werden sie mit Wachstumshemmern behandelt. Diese werden auch im Kompost nicht so einfach abgebaut und verzögern die Rotte. Wachstumshemmer können sogar nach der Kompostierung im Boden noch aktiv sein.

 
Bambusrohr
  Bambusrohr verrottet im Kompost, muss aber ganz gut zerkleinert und mit anderen Materialien vermischt werden.

 
Bananenschalen
  Bananenschalen werden am besten zerkleinert in den Kompost gegeben, so verrotten sie schneller.

 
Baumwollschnur
  Baumwollschnur verrottet viel zu langsam und stört beim Umsetzen des Kompostes, weil sie sich immer um die Mistgabel wickelt. Was sehr unpraktisch ist...

 
Blacken
  Blacken sind zwar grundsätzlich kompostierbar, aber Vorsicht: Blackensamen und –wurzeln sind "unverwüstlich"! Auch die Heissrotte beim Kompostieren kann von den Samen überlebt werden. Deshalb kann es sinnvoll sein, Blacken mit dem Kehricht in die Verbrennung zu geben. Übrigens: Blacken sind Zeigerpflanzen, die am liebsten auf verdichteten, mit Stickstoff überdüngten Böden wachsen. Tipp: Bauen Sie tiefwurzelnde Gründüngungspflanzen an, um den Boden tiefgründig zu lockern und überprüfen Sie Ihre Düngermengen. Mit einer vernünftigen Kompostgabe ist eine Überdüngung des Bodens mit Stickstoff nicht möglich.

Natürlich sind Blacken kompostierbar. Allerdings mit dem Risiko, dass nach Ausbringen des Kompostes im Garten eine Blackenmonokultur herangezogen wird.

 

Blähton
  Blähton kann zwar in den Kompost gegeben werden, aber er verrottet natürlich nicht, da es sich um einen mineralischen Stoff, vergleichbar mit Stein, handelt. Da Blähton mit relativ grossem Energieaufwand hergestellt wird, wäre es besser ihn erst gar nicht zu kaufen. Verwenden Sie für Ihre Blumentöpfe lieber eine Mischung mit eigenem Kompost.

Wie schon der Name sagt, handelt es sich hierbei um einen Ton, der Blähungen verursacht. Wie Sie sicher aus eigener Erfahrung wissen, führen Blähungen zu unangenehmen Gerüchen und Geräuschen. Wollen Sie, dass Ihr Kompost stinkt und furzt?

 

Blumendünger
  Blumendünger gehört in die Sonderabfallsammlung.

 
Blumenerde
  Blumenerde kann zwar problemlos unter den Kompost gemischt werden. Wenn Sie Ihre Blumen umtopfen, können Sie jedoch einen Teil der alten Erde gut weiter verwenden, indem Sie ihn einfach mit Kompost mischen. So sparen Sie den Zukauf von neuer Blumenerde und setzen Ihren Kompost sinnvoll ein.

 
Blumengesteck
  Nur verrottbare, pflanzliche Teile in den Kompost geben, Plastik- und Metallteile entfernen.

 
Blumenkohl
  Blumenkohl kann wie andere Gemüse kompostiert werden. Ganze Köpfe sollten aber zerkleinert werden.

 
Blumenstöcke
  Blumenstöcke müssen zerkleinert und die Wurzelballen auseinandergerissen werden für den Kompost, denn ganze Blumenstöcke verrotten viel zu langsam.

 
Blumenstrauss
  Blumensträusse am besten zerkleinern und nicht vergessen die Bindeschnur wegzunehmen. Achten Sie beim Blumenkauf auf Saison- und einheimische Produkte. Importierte Blumen sind oft stark mit Spritzmitteln behandelt.

 
Blumentöpfe
  Wenn Blumentöpfe kompostierbar wären, hätten unsere Topfpflanzen ganz schnell keine Fassung mehr - und unsere Wohnung würde ihr Aussehen auch schnell verändern... Deshalb: Alte Tontöpfe gehören ins Grubengut, Kunststofftöpfe in den Kehricht.

 
Brennesseln
  Brennesseln sind problemlos kompostierbar. Tipp: Brennesseln sind sehr gesund, deshalb im Salat, in der Suppe oder als Tee verwenden. Brennesseljauche ist ein ausgezeichnetes Pflanzenstärkungsmittel. Auf die Dosierung achten.

 
Brombeerruten
  Gut gehäckselt können Brombeerruten natürlich kompostiert werden. Die Dornen finden sich aber oft noch im reifen Kompost.

 
Brot
  Brot gut zerkleinern und vermischen.

 
Bucheckern
  Ja aber sicher können Sie die kompostieren. Nur schade, dass die Eichhörnchen sie dann nicht mehr finden...

... und dann machen wir eine Baumschule auf.

 

Champignon
  Natürlich können Sie Champignons auch dann noch kompostieren, wenn sie nicht mehr die frischesten sind.

 
Daunen
  siehe unter Federn!

 
Disteln
  Disteln sind zwar kompostierbar, sollten jedoch vor dem Kompostieren verjaucht werden, um eine Ausbreitung im Garten durch den Kompost zu verhindern (siehe auch unter Unkräuter). Disteln vermehren sich hauptsächlich über die Wurzeln. Sie sind tief wurzelnde Beikräuter, die oft eine Bodenverdichtung bis in tiefe Bodenschichten anzeigen. Um den Boden zu lockern, kann eine tiefwurzelnde Gründüngung angebaut werden.

 
Eierschachteln
  Eierschachteln gehören eher in die Kartonsammlung als auf den Kompost. Kleine Mengen, welche im Kompostkesseli die Feuchtigkeit aufsaugen sollen, können aber problemlos mitkompostiert werden.

 
Eierschalen
  Eierschalen gut zerdrücken, bevor sie in den Kompost wandern, so zersetzen sie sich besser. Eierschalen sind wegen ihres Kalkgehaltes gut zur Kompostierung geeignet. Der Boden nimmt den Kalk nach Bedarf auf. Bei der Kompostierung nicht zersetzte Schalensplitter werden in einem sauren Boden schnell aufgelöst. Die Schalensplitter schaden weder im Kompost, noch im Boden. Kompostwürmer, oder die Regenwürmer im Boden verarbeiten die Reste mit dem Humus zu wertvollen Krümeln.

 
Einstreu
  Einstreu von pflanzenfressenden Tieren kann problemlos kompostiert werden. Eine Vermischung mit anderen Kompostrohstoffen ist hier sinnvoll. Streu von fleischfressenden Tieren gehören aus hygienischen Gründen eher nicht auf den Kompost.

 
Erde
  Eine Beimischung von Gartenerde bringt mineralische Stoffe in den Kompost und gibt einen guten Reifkompost. Grössere Mengen von Erde im Kompost senken die Komposttemperatur. Sollte der Kompost wegen vieler frischer Abfälle sehr heiss werden, kann die Vermischung von Erde sinnvoll sein. Auch bei Fäulnis im Kompost ist der Einsatz von Erde nützlich, da sie Gerüche bindet.

 
Federn
  Auch Federn sind natürliche, organische Stoffe und verrotten gut im Kompost. Sie sollten jedoch gut mit anderen Materialien gemischt werden.

 
Filz
  ...wird hauptsächlich aus Pflanzenfasern oder Tierhaaren hergestellt, wäre von daher also kompostierbar, wenn man ihn richtig gut zerkleinern würde. ABER: Filz ist meist eingefärbt, und wenn es sich nicht gerade um Naturfarben handelt, sind diese Farben meist nicht unbedenklich. Filz kann auch noch chemisch behandelt sein. Im Zweifelsfalle sollten Sie Filzreste also besser mit dem Kehricht entsorgen.

 
Fischabfälle
  Grundsätzlich wären Fischabfälle zwar kompostierbar, der starke Fischgeruch könnte jedoch sehr störend für die Nachbarschaft sein und ausserdem ungebetene Gäste anziehen. Die Fischabfälle müssten in jedem Fall gut mit anderen Kompostmaterialien vermischt werden.

Fischabfälle führen zu regelrechten Geruchsorgien. Das Risiko, dass sich deshalb Seelöwen und Eisbären auf Ihrem Kompostplatz verpflegen, ist jedoch eher gering.

 

Fischfutter

 

Falls Ihnen die Fische weggestorben sind ,füttern sie halt die Kompostlebewesen. Falls das Wegsterben jedoch am Futter lag, sollten sie dies noch mal überdenken.

 

Fischmehl
  Grundsätzlich ist Fischmehl kompostierbar. Nur sollten Sie es gut mit Strukturmaterial vermischen. Damit es nicht "fischelet", am besten noch mit reifem Kompost abdecken.

 
Fritieröl
  Fritieröl gehört in die Altölsammlung. Weder Öle, Fette noch Flüssigkeiten gehören in den Kompost.

 
Gartenerde
  siehe Erde

 
Gras
  siehe Rasenschnitt

 
Guetzli
  Die meisten Guetzli sind sicher kompostierbar, aber sind sie nicht zu schade dazu?

da verdienen sie aber mehr als ein/e Kompostberater/in, wenn sie es sich leisten können ihre Guetzli zu kompostieren statt zu geniessen.

 

Gummibärchen
  Gummibärchen sind mit einer Menge künstlicher Stoffe versetzt. Gummibärchen aus dem Bioladen sind da besser dran, aber wollen Sie die wirklich kompostieren?

Hie und da ein Gummibärchen zur Belohnung schadet sicher nicht.

 

Haare
  Haare sind gut kompostierbar: sie sollten einfach gut mit anderen Materialien gemischt werden. Haare enthalten eine Menge Stickstoff, da sie aus Hornmaterial sind. Dies ist doch eine echte Bereicherung für den Kompost. Gefärbte Haare enthalten meist Giftstoffe, die lieber nicht auf den Kompost gelangen sollten.

 
Hahnenfuss
  Hahnenfuss ist ein hartnäckiges Wurzelunkraut. Was hier beim Kompostieren zu beachten ist, findet sich unter Unkräuter.

 
Hanf
  Hanf ist problemlos kompostierbar.

besser in Duftsäcklein stopfen und unters Kopfkissen legen. Wenn Sie nix andereres damit machen, gibt das einen gesunden Schlaf, denn ein reines Gewissen ist ein gutes Ruhekissen!

 

Heckenschnitt
  Gut zerkleinert unter den Kompost mischen. Grössere Mengen Thuja lassen sich nicht gut kompostieren, da sie Stoffe enthalten, die die Rotte verzögern. Am besten denkt man schon bei der Planung einer Hecke daran, dass es sinnvoll ist einheimische, für Vögel und andere Lebewesen nützliche Pflanzen anzubauen, die sich erst noch gut kompostieren lassen. Unter "Platzeinrichtung" finden Sie eine Auswahl.

 
Heu
  In kleinen Mengen ist die Kompostierung von Heu kein Problem, in grösseren Mengen jedoch aufwändig, da viel Struktur- und nährstoffarmes Material beigemischt werden müssen. Möglich ist auch die Verwendung des Heues als Mulchmaterial unter Hecken und auf Beeten (nur dünne Mulchschicht ausbringen !) oder natürlich als Tierfutter.

 
Hobelspäne
  In den Kompost dürfen nur Hobelspäne von unbehandeltem Holz gemischt werden. Das Verhältnis von holzigen Bestandteilen zum "grünen" Material sollte 1:2 nicht übersteigen.

 
Holzhäcksel
  Holzhäcksel ist ein gutes Strukturmaterial für den Kompost. Das Verhältnis von holzigen Bestandteilen zum "grünen" Material im Kompost sollte 1:2 nicht übersteigen, d.h. es sollte mindestens die doppelte Menge an grünem, nicht holzigem Material beigefügt werden.

 
Holzschnitzel
  siehe Holzhäcksel

 
Hühnerfutter
  Reste von Hühnerfutter oder auch angegrautes Futter gut mit anderen Kompostmaterialien mischen. Achten Sie aber darauf, dass Sie kein mit Antibiotika oder anderen unnötigen Stoffen angereichertes Futter verwenden.

eignet sich auch zum Hühner füttern.

 

Hühnermist
  Hühnermist ist ein konzentrierter Stickstoffdünger, deshalb gut mit kohlenstoffhaltigem Material (z.B. Einstreu) mischen und Holzhäcksel zugeben, damit genügend Luft in den Kompost gelangen kann.

 
Hundefutter
  Hundefutter besteht zum grossen Teil aus Fleischabfällen und gehört deshalb nicht auf den Kompost. Zwar wäre es grundsätzlich kompostierbar, kann aber ungebetene Gäste anziehen. Und wenn Sie unbedingt Hundefutter kompostieren wollen, mischen Sie genügend Strukturmaterial drunter und decken Sie es möglichst noch mit Reifkompost oder Erde ab.

Wenn's der Hund nicht frisst, sollten Sie's auch nicht ihren Kompostlebewesen zumuten, die arbeiten schliesslich für Sie.

 

Hundehaare
  Hundehaare können, wie andere Tierhaare auch, unter den Kompost gemischt werden.

 
Hundekot
  Aus hygienischen Gründen darf Hundekot nicht kompostiert werden. Krankheitserreger aus diesen Fäkalien können auf den Menschen übertragen werden.

 
Hydrokulturkugeln
  siehe Blähton

 
Igel
  Kadaver gehören nicht in einen Kompost. Geben Sie tote Tiere besser an der Kadaversammelstelle Ihrer Gemeinde ab.

Ein Kompost ist kein Kleintierfriedhof.

 

Innereien
  Innereien und Fleischreste gehören aus hygienischen Gründen nicht auf den Kompost. Da sie schnell zu faulen anstatt zu verrotten beginnen, entwickeln sie unangenehme Gerüche und ziehen ungebetene Gäste an.

 
Joghurt
  Joghurt ist viel zu flüssig und strukturlos und eignet sich deshalb nicht zum Kompostieren.

 
Kaffeesatz
  Kaffeesatz eignet sich gut zum Kompostieren, sollte aber mit genügend anderen Materialien vermischt werden.

wirkt belebend

 

Kalkreste
  Ein paar Kalkklumpen aus dem Wasserkessel hin und wieder sind problemlos kompostierbar. Grössere Mengen, wie sie z.B. beim Entkalken von Boilern anfallen, gehören aber eher ins Grubengut als in den Kompost.

 
Kartoffelschalen
  Kartoffelschalen eignen sich, wie andere Gemüsereste auch, sehr gut zum Kompostieren.

 
Karton
  Gehört in die Kartonsammlung.

 
Käserinde
  Damit Käse im Kompost gut verrottet, müssen Sie schon Reibkäse daraus machen und gut mit strukturreichen Materialien vermischen. Fazit: nur kleinere Mengen an Käse sind für die Kompostierung geeignet. Ausserdem ziehen Materialien wie Käse ungebetene Gäste an.

 
Katzenkot
  Aus hygienischen Gründen nicht zu kompostieren. Durch Kot von fleischfressenden Tieren (Hunde oder Katzen) kann die Krankheit Toxoplasmose übertragen werden. Diese weit verbreitete Infektionskrankheit des Menschen und zahlreicher Tierarten ist normalerweise völlig harmlos und äussert sich mit denselben Symptomen wie eine Grippe. Die meisten Hunde- und Katzenhalter/innen haben die Krankheit bereits gehabt und sind für eine weitere Ansteckung immun. Problematisch ist Toxoplasmose aber für werdende Mütter. Bei einer Erstinfektion während der Schwangerschaft kommt es nämlich zu Früh- und Totgeburten. Deshalb: Katzenstreu und -kot in den Abfallsack!

 
Katzenstreu
  Auch wenn das Katzenstreu aus kompostierbarem Material besteht, sollte es aus hygienischen Gründen nicht kompostiert werden. Mit dem Katzenkot können Krankheiten auf den Menschen übertragen werden (z.B. Toxoplasmose). Siehe Katzenkot.

 
Kerzenstummel
  Die meisten Kerzen werden auf chemischer Basis hergestellt und sind deshalb nicht zum kompostieren geeignet. Aber auch wenn natürliche Materialien die Grundlage bilden, dauert der Abbau von Kerzenwachs im Kompost viel zu lange.

wenn dies die einzige Möglichkeit ist, dass Ihnen beim Kompostieren ein Licht aufgeht.

 

Kieselsteine
  Mineralische Stoffe bringen sie besser in Form von Steinmehl in den Kompost.

Gut zerkleinert steht der Kompostierung von Kieselsteinen nichts im Wege. Schaffen Sie sich aber eine Steinmühle an, das Mahlen der Steine von Hand ist sehr anstrengend.

 

Kleintiermist
  Mist von pflanzenfressenden Tieren ist problemlos kompostierbar. Mist von fleischfressenden Tieren gehört aus hygienischen Gründen nicht auf den Kompost. Siehe auch Katzenkot.

 
Knochen
  Die Kompostierung von Knochen ist nicht zu empfehlen. Knochen ziehen ungebetene Gäste an und verrottet viel zu langsam. Kleine Knöchelchen schaden dem Kompost jedoch nicht.

Wenn Sie vorhaben , Ihren Kompost erst nach Jahrzehnten zu verwenden, steht einer Kompostierung von Knochen nichts im Wege. Ratten helfen gerne beim Zernagen.

 

Kohlstrünke
  Gut zerkleinert sind sie natürlich kompostierbar. Falls der Kohl jedoch von der Pflanzenkrankheit Kohlhernie befallen sein sollte, kompostieren sie ihn besser nicht, da die Sporen auch die Heissrotte überstehen und mehrere Jahre im Boden überdauern können.

 
Kompostsäcke
  Falls Sie unbedingt Kompostsäcke verwenden wollen, beachten Sie bitte folgendes: Kompostsäcke immer aufreissen und Kompostmaterial im Kompostgitter verteilen. Falls Sie dies nicht tun, fängt das Kompostmaterial im Säckli an zu faulen, da keine Luft dazu kommt. Und natürlich darauf achten, dass Sie "im Kompost abbaubare Kompostsäckli" verwenden!

 
Korkzapfen
  Kork ist ein Naturprodukt und deshalb kompostierbar, er verrottet jedoch sehr langsam. Es gibt aber Stellen, die Korkreste zu Recyclingzwecken einsammeln, dies wäre noch sinnvoller als diesen Stoff zu kompostieren. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde.

Selbst ist die Frau: basteln Sie aus Ihren gesammelten Korkzapfen einen neuen Bodenbelag für die gute Stube.

 

kranke Pflanzen
  Die meisten Pflanzenkrankheitskeime gehen bei der Kompostierung kaputt. Es gibt aber auch Ausnahmen wie Kohlhernie, Himbeerrutenkrankheit, Himbeerwurzelsterben u.a. Informieren Sie sich bei Ihrer Kompostberatungsstelle oder einer entsprechenden Fachstelle.

 
Kuchenreste
  Nur kleine Mengen, gut mit strukturreichem Material vermischen.

sind viel zu schade zum Kompostieren, mampf.

 

Lakritze
  Besser ist natürlich selber essen!

Wenn die Kompostlebewesen erst mal auf den Geschmack kommen, können Sie bald nur noch Delikatessen auf den Kompost tun.

 

Laub
  Auf Rasen und Beeten können Sie es über den Winter liegen lassen. Da schützt es den Boden und ein Teil wird bis zum Frühling schon verschwunden sein. Laub von Obstbäumen sowie Ulmen, Eschen, Birken, Ahorn, Linden und anderen lässt sich gut kompostieren. Hartholzlaubarten wie Buche, Eiche, Kastanie, Walnuss und Nadelstreu sind nur langsam abbaubar. Häufiges Umsetzen, optimale Feuchtigkeit und die Zugabe von stickstoffhaltigen Abfällen beschleunigen den Abbau wesentlich.

Jaja, werfen sie das tolle Material doch einfach fort, das sich sonst so gut zum Beetbedecken eignet und auch für einen hervorragenden Aussaaterde-Kompost geeignet ist. Ihr Gärtner freut sich sicher, wenn Sie ihm die Abfuhr bezahlen und anschliessend wieder Aussaaterde und Mulchmaterial bei ihm kaufen...

 

Lederreste
  Sie sind zu stark mit Chemikalien behandelt und gehören deshalb in den Kehricht.

 
Löwenzahn
  Tipp: probieren Sie mal die Blätter des jungen Löwenzahn im Salat. Sehr gesund.

 
Mäuse, tote
  Kadaver gehören nicht in einen Kompost. Geben Sie tote Tiere besser an der Kadaversammelstelle Ihrer Gemeinde ab. Ein so kleiner Tierkadaver kann aber auch mit dem Kehricht entsorgt werden, ist aber auch im Kompost schnell verrottet.

Am besten legen Sie die tote Maus auf den Kompostdeckel, das gibt ein lustiges Gekreische auf dem Kompostplatz. Ausserdem haben Sie weniger Arbeit mit Umschaufeln, wenn Sie alle Kompostplatzbenutzer vergrault haben.

 

Mehl
  Mehl gut mit strukturreichem Material vermischen.

Erwarten Sie aber nicht, dass Sie dann Erdbeertörtli auf dem Kompost ernten können.

 

Moos
  Moos kann wie fast alle organischen Stoffe kompostiert werden. Gut ist es, das Moos mit anderen organischen Abfällen zu mischen, z.b. mit Rasenschnitt, Küchen- oder Gartenabfällen. Grobe Gartenabfälle oder Häcksel nicht vergessen, damit der Kompost genügend Strukturmaterial hat. Da Moos leicht sauer reagiert, könnte der Einsatz von calciumhaltigem Steinmehl von Vorteil sein.

 
Mottenpulver
  Mottenpulver besteht aus Giften, die auch den Kompostlebewesen schaden können.

 
Müesli
  Müesli ist grundsätzlich kompostierbar, wenn's nicht flüssig ist. Aber warum sollten Sie Ihr Müesli nicht selbst essen? Schliesslich brauchen Sie die Power, um den Kompost an- und umzusetzen.

 
Muschelschalen
  Die Verrottung von Muschelschalen geht viel zu lange.

 
Nussschalen
  Nussschalen verrotten nur langsam, deshalb sollten Sie diese gut zerkleinert kompostieren.

 
Ohrenstäbchen
   

igittt, und die Kompostplatzbetreuer/innen müssen die wieder aus dem Kompost fischen.

 

Ökogeschirr
  Natürlich muss es aus kompostierbarem Material bestehen und darf nur gut zerkleinert und vermischt mit anderen Materialien im Kompost landen.

Haben Sie etwa ein Problem mit dem Abwasch?

 

Orangenschalen
  Orangenschalen gut zerkleinert auf den Kompost geben und mit anderen Materialien mischen. Siehe auch Zitrusfrüchte.

 
Papier
  Papier gehört in die Papiersammlung, nicht auf den Kompost.

 
Pappbecher
  Der Kompost ist kein Abfallsammler.

 
Pilze
  Auch Pilze können, wie alle anderen Pflanzen, kompostiert werden.

Fusspilz, Schimmelpilz, Speisepilz, Giftpilz: kommt ganz drauf an!

 

Pommes Frites
  Pommes Frites sind nicht so leicht verdaulich, auch nicht für den Kompost. Es kommt natürlich auch hier auf die Menge an.

 
Pudding
  Pudding ist zu strukturlos zum Kompostieren.

 
Quecke
  Das Kompostieren von Quecke (Schnürgras) ist nicht empfehlenswert, da es sich um ein hartnäckiges Wurzelunkraut handelt. Weiteres siehe unter Unkräuter.

 
Radiergummi
  Der Kompost ist kein Abfallsammler.

 
Rasenschnitt
 

Unbedingt mit strukturreichen Materialien mischen. Selbstverständlich ist auch Rasenschnitt selber kompostierbar. Für viele Kompostanlagen ist aber die grosse Menge ein Problem. Rasenschnitt muss zum fachgerechten Kompostieren mit Häcksel und Frischkompost gemischt werden. Folgendes Rezept hat sich bewährt:

  • 1 Teil Rasenschnitt,
  • 1 Teil reifer Kompost oder Gartenerde und
  • 1/2 Teil Holzhäcksel oder Stroh.

Die Materialien müssen gut gemischt und der Komposthaufen muss in der ersten Zeit sehr häufig umgesetzt werden. Falls der Komposthaufen zu trocken ist, muss er - am besten beim Umsetzen - befeuchtet werden. Bei entsprechender Pflege werden Sie sicher einen ausgezeichneten Kompost "ernten" können.

Wenn Sie die Kompostierung von grossen Mengen Rasenschnitt scheuen, gibt es noch die Möglichkeit, den Rasenschnitt einfach auf dem Rasen liegen und verrotten zu lassen. Das geht aber nur, wenn Sie den Rasen sehr häufig mähen. Die kurzen Halme verrotten dann sehr schnell und problemlos. Wird der Rasen nicht so häufig gemäht, empfiehlt es sich das Gras antrocknen zu lassen. Das Heu kann problemloser als frisches Gras mit anderen Kompostrohstoffen vermischt und kompostiert werden.

Möglich ist auch die Verwendung des Heues als Mulchmaterial unter Hecken und auf Beeten (nur dünne Mulchschicht ausbringen !) oder natürlich als Tierfutter.

 
Rinde
  Gut zerkleinern und mit anderen Materialien mischen. Ein reiner Rindenkompost braucht zwar lange zum Verrotten, gibt aber einen guten Torfersatz.

 
Rüebli
  Rüebli sind gut kompostierbar.

 
Rüstabfälle
  Rüstabfälle eignen sich ausgezeichnet zum Kompostieren, sollten aber mit strukturreichem Material vermischt werden.

 
Sägemehl
  Sägemehl darf nur von unbehandeltem Holz stammen und auch nur in kleinen Mengen und gut mit anderen Materialien vermischt in den Kompost gegeben werden. Und natürlich darf es nicht vom Motorsägeöl verschmutzt sein.

 
Salatsauce
  Flüssiges gehört nicht in den Kompost. Gebrauchen Sie übrige Salatsauce lieber für den nächsten Salat.

 
Sand
  Sand bringt zwar mineralische Substanz in den Kompost, verrottet aber nicht. Besser wäre der Einsatz von Steinmehl.

Legen Sie doch einen Sandkasten an und lassen die jungen Kompostwürmchen Sandburgen bauen.

 

Schimmelpilze
  Falls sich im Kompostkesseli Schimmelpilze gebildet haben, ist dies kein Problem für den Kompost. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass das Kesseli möglichst häufig geleert wird, da sich sonst schon Fäulnisbakterien ansiedeln, die dann auf dem Kompostplatz zu unangenehmen Gerüchen führen.

 
Schneeflocken
  Eine Antwort erübrigt sich hier wohl!

Schneeflocken haben dank ihrer faszinierenden kristallinen Struktur einen hohen Wert für den Kompost. Mit den anderen Kompostmaterialien vermischt erhöhen sie die Schwingungen im Kompost. Dann eignet sich der Kompostplatz auch zum Meditieren.

 

Schokolade
  Schoggi ist nun wirklich viel zu schade für den Kompost. Sollten Sie wirklich mal Reste wegen der neuen Diät dringend entfernen müssen, können Sie diese natürlich schön zerkleinert unter den Kompost mischen.

damit können Sie aber anderen eine grössere Freude machen, als den Kompostlebewesen. Besonders Kompostberater/innen sind auf solche Zeichen der Zuneigung angewiesen!

 

Speisereste, gekocht
  Gekochte Speisereste sind in der Regel eher strukturlos. Deshalb eignen sie sich nur bedingt zum Kompostieren. Ein weiterer Nachteil ist, dass sie ungebetene Gäste wie Fliegen und Ratten anziehen. Falls Sie gekochte Speisereste kompostieren, müssen sie gut mit anderen, strukturreichen Materialien vermischt werden.

Sie müssen den Kompostwürmern das Essen nun wirklich nicht vorkochen. Wie sollen die dann ihre Zähne schärfen?

 

Staubsaugerbeutel
  Der Staub ist stark mit Schwermetallen belastet und gehört deshalb in den Kehrichtsack.

 
Steine
  Wozu sollten Sie Steine in den Kompost geben, da sie nicht verrotten. Mineralische Substanz bringen Sie besser in Form von Steinmehl in den Kompost. Machen Sie lieber einen Steinhaufen im Garten. Dieser bietet Lebensmöglichkeiten für zahlreiche Nützlinge.

Steine kompostieren können Sie nur, wenn sich unter den Kompostlebewesen der Steinbeisser befindet. Der macht aus ihren Steinen innerhalb kürzester Zeit Steinmehl. Aber Vorsicht: der Steinbeisser liebt Edelsteine. Tragen Sie deshalb auf keinen Fall Schmucksteine auf dem Kompostplatz.

 

Steinmehl
  Steinmehl bringt mineralische Substanz in den Kompost. Am besten wird Steinmehl regelmässig puderzuckerfein über die frischen Abfälle gestreut, so bindet es auch Gerüche.

 
Stofftiere
  Der Kompost ist kein Abfallsammler. Abfälle gehören in den Kehrichtsack. Noch brauchbare Stofftiere können auch der Textilsammlung mitgegeben werden.

nein, Kadaver gehören nicht in einen Kompost

 

Styroporkügeli
  Der Kompost ist kein Abfallsammler. Styropor ist ein Kunststoff und gehört deshalb, falls in der Gemeinde vorhanden, in die Styroporsammlung, ansonsten in den Kehricht.

 
Süssigkeiten
  Schade, schade, wenn's denn sein muss, mischen Sie Ihre süssen Sachen halt im Kompost unter..

Die Zähne sind die wichtigsten Werkzeuge unserer Kompostlebewesen, deshalb dürfen sie auf keinen Fall mit Süssigkeiten gefüttert werden.

 

Tabak
  Die Tabakpflanze selber kann natürlich kompostiert werden, obwohl sie Nikotin enthält. In den Zigaretten sind jedoch weitere Giftstoffe enthalten, deshalb gehören diese nicht auf den Kompost.

 
Tannennadeln
  Gut vermischen mit anderen Materialien und nicht zu grosse Mengen aufs Mal kompostieren!

 
Tannenzapfen
  Allerdings werden Sie feststellen, dass die Zapfen nicht innerhalb einer Kompostperiode (6 bis 8 Monate) verrotten. Sie können dem Kompost jedoch als Lockerungsmaterial dienen, deshalb gut vermischen.

 
Teebeutel
  Klaro. Auch mit der Klammer...
 
Textilien, natürliche
  Der Kompost ist kein Abfallsammler. Noch brauchbare Textilien gehören in die Altkleidersammlung. Unbrauchbare in den Kehricht.

 
Thuja
  Natürlich ist auch Thuja kompostierbar, obwohl sie einen wachstumshemmenden Stoff enthält. Wichtig ist auch hier, dass der Heckenschnitt gut zerkleinert und mit genügend anderen Materialien vermischt in den Kompost gegeben wird. Die Kompostierung von grösseren Mengen ist problematisch, weil die wachstumshemmenden Stoffe die Rotte zu sehr verzögern.

 
Tonkügeli
  siehe Blähton

 
Tontöpfe
  Ins Grubengut damit!

 
Tulpenzwiebeln
   wachsen wieder aus...

 
Unkräuter
  Samenunkräuter möglichst vor der Blüte jäten und kompostieren. Wurzelunkräuter können auch kompostiert werden, aber Achtung: unbedingt vorher an der Sonne gründlich vertrocknen lassen (siehe auch Unkrautsamen) oder eine Kräuterjauche damit ansetzen.

 
Unkrautsamen
  Unkräuter gehen beim Kompostieren meist kaputt. Der Samen wird durch die Wärme zum Keimen angeregt, die gekeimten Pflänzchen finden aber meist keine günstigen Bedingungen zum Wachstum im Kompost vor oder werden durch die Heissrotte zerstört. Übrigens: Wussten Sie schon, dass eine einzelne Pflanze von z.B. einer Vogelmiere mehr als 14000 Samen produzieren kann und dass diese bis zu 15 Jahre lang im Boden haltbar bleiben? Die Verunkrautung Ihres Gartens hängt also mehr damit zusammen, dass Sie Ihre Samenunkräuter blühen und versamen lassen.

 
Verpackungen
  Der Kompost ist kein Abfallsammler. Abfälle gehören in den Kehricht oder in die entsprechende Separatsammlung.

 
Vogel, tot
  Kadaver gehören nicht in einen Kompost. Geben Sie tote Tiere besser an der Kadaversammelstelle Ihrer Gemeinde ab. Ein sehr kleiner Tierkadaver kann mit dem Kehricht entsorgt werden. Ein kleiner Spatz verrottet aber auch sehr schnell im Kompost.

Kommt drauf an, woran er gestorben ist. Falls Sie ihm eine Schrotladung verpasst haben, ist der Schwermetallgehalt zu hoch zum Kompostieren. Ist die Todesursache unklar, sollten Sie erst einen Tierarzt hinzuziehen.

 

Vogelsand
  Der Kompost ist kein Abfallsammler. Abfälle gehören in den Kehricht

 
Walnussschalen
  Walnussschalen verrotten zwar nur langsam, gut zerkleinert können sie aber als Strukturmaterial untergemischt werden.

 
Watte
  Der Kompost ist kein Abfallsammler. Abfälle gehören in den Kehricht.

 
Weihnachtsbaum
  Aber natürlich nur in Form von Häcksel und sowieso ohne Weihnachtsschmuck.

 
Winde
  Die Winde vermehrt sich vor allem über die Wurzeln und gehört deshalb zu den Wurzelunkräutern. Bei zu wenig hohen Temperaturen kann sie sich über den Kompost ausbreiten. Weiteres siehe unter Unkräuter.

 
Windeln
  Der Kompost ist kein Abfallsammler. Abfälle gehören in den Kehricht.

 
Wolle
  Unbehandelte Wolle kann zwar kompostiert werden, aber nur in kleinen Mengen und gut vermischt mit anderen Kompostmaterialien, da der hohe Fettgehalt der Wolle eine schnelle Verrottung verzögert.

 
Wollsocken
  Der Kompost ist kein Abfallsammler. Abfälle gehören in den Kehricht.

im Kompost sollte es warm genug sein, da braucht es keine Wollsocken

 

Wurstzipfel
  Der Kompost ist kein Abfallsammler. Abfälle gehören in den Kehricht.

 
Wurzelballen
  Damit Wurzelballen verrotten ist es wichtig, dass sie nur gut zerkleinert in den Kompost gegeben werden.

 
Xylophon
  Wie kommen Sie überhaupt auf die Idee ein Xylophon zu kompostieren?

Jaja, mit dem Xylophon fängt's an. Und dann kommt die Geige, das Klavier und wir haben das schönste Orchester auf dem Kompostplatz...

 

Ysop
  Ysop ist eine Gewürzpflanze. Es spricht nichts dagegen diese zu kompostieren.

Die Kompostlebewesen haben's gerne würzig.

 

Zeitungspapier
  Der Kompost ist kein Abfallsammler. Zeitungspapier gehört in die Papiersammlung.

 
Zigaretten
  Der Kompost ist kein Abfallsammler. Zigaretten gehören in den Kehricht.

Es steht doch auf jeder Ziggipackung, wie giftig Zigaretten sind. Solche Giftstoffe haben im Kompost nichts verloren.

 

Zitronenschalen
  Gut zerkleinert in den Kompost geben. Weiteres siehe unter Zitrusfrüchte.

 
Zitrusfrüchte
 

Gut zerkleinert in den Kompost geben. Die Schalen von Zitrusfrüchten zersetzen sich in einem gepflegten Kompost ähnlich schnell wie andere Küchenabfälle. Es trifft nicht zu, dass die Spritzmittel (Schalenbehandlungsmittel), die ein Verderben der Früchte bei Transport und Lagerung weitgehend verhindern, die Rotte verhindern. Einzig die Schalen, welche an der Oberfläche des Komposthaufens zu liegen kommen, trocknen aus und zersetzen sich deshalb erst nach dem Umsetzen.

Bei ungepflegten Sammelhaufen können wir aber feststellen, dass Zitrusschalen über Wochen oder gar Monate ihre Farbe und Form behalten, also nicht verrotten. Dasselbe geschieht aber auch z.B. mit halb oder ganz verfaulten Äpfeln, die - unzerkleinert - einem biologischen Abbau recht lange widerstehen können.

Zum Verhalten der Spritzmittel auf Zitrusfrüchte liegt eine umfangreiche Studie aus Deutschland vor (Klaus Prietzel, Bewertung des Verhaltens von Zitrus-Fungiziden bei der Kompostierung. Diplomarbeit, Bremen 1988). Der Autor dieser Arbeit kommt zum Schluss, dass die eingesetzten Stoffe sich im Kompost gut abbauen und das Risiko für Mensch und Umwelt relativ gering ist. Trotz gewisser Unsicherheiten ist die Kompostierung der behandelten Zitrusfrüchte vertretbar. Die mögliche Gefahr ist zudem zu relativieren, da die Spritzmittel, welche von anderen Früchten und Gemüsen auf den Kompost gelangen, eine vergleichbare Belastung für Mensch und Umwelt verursachen können.

Dennoch gilt: wenn Sie sich und der Umwelt einen Gefallen tun wollen, dann kaufen Sie unbehandelte Früchte und Gemüse.